Pleidelsheimer
Gsälz-Manufaktur

Eine kleine Wortkunde

Marmelade oder Fruchtaufstrich?

Gsälz sagen wir aus Tradition. Auf den Etiketten steht aber oft Fruchtaufstrich, und das hat einen guten Grund, der in unserem Rezept liegt.

Es geht um den Zucker

Die Begriffe sind in Deutschland durch die Konfitürenverordnung geregelt. Vereinfacht gesagt:

  • Konfitüre hat einen hohen Gesamtzuckergehalt (üblicherweise rund 55 %). Wer „Konfitüre" aufs Glas schreibt, muss diesen Zuckeranteil auch erreichen.
  • Gelee wird aus Fruchtsaft gekocht, ohne Fruchtstücke.
  • Marmelade ist im rechtlichen Sinn bislang den Zitrusfrüchten vorbehalten – auch wenn im Alltag jeder „Marmelade" sagt.
  • Fruchtaufstrich ist nicht an feste Zuckervorgaben gebunden. Genau das passt zu uns.

Unser Verhältnis: 1:0,5

Wir kochen mit einem Verhältnis von einem Teil Frucht zu einem halben Teil Zucker. Das heißt: mehr Frucht, deutlich weniger Zucker als bei klassischer Konfitüre. Weil wir damit unter dem Zuckergehalt bleiben, den „Konfitüre" verlangt, ist „Fruchtaufstrich" die ehrliche und korrekte Bezeichnung – kein Etikettenschwindel, sondern Folge des Rezepts.

Für euch heißt das vor allem eines: Man schmeckt die Frucht, nicht den Zucker. Und das ist ja der Sinn der ganzen Sache.

Genug der Theorie – am besten probiert ihr selbst.